UNBEABSICHTIGTER GERÄTEBETRIEB Touchpanel-Schalter dürfen NICHT als Schalter verwendet werden, deren Betätigung Körperverletzungen oder Geräteschäden zur Folge haben kann. Probleme mit dem Anzeigegerät, Komponenten und Kabeln, die den Ausgang im EIN- oder AUS-Zustand halten, können zu schwerwiegenden Unfälle führen. Ausgangssignale, die schwerwiegende Unfälle verursachen können, müssen mit einer Kontrollschaltung ausgestattet werden, beispielsweise mit einem Begrenzer. Achten Sie bei der Systemkonzeption darauf, dass wichtige Betriebsschalter nicht über das Anzeigegerät, sondern über andere Komponenten bedient werden. Dadurch können potenzielle Unfälle in Folge eines ungültigen Ausgangs oder aufgrund von Funktionsstörungen vermieden werden.
- Touchpanel-Schalter dürfen NICHT als Not-Aus-Schalter für ein Gerät verwendet werden. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales schreibt vor, dass alle Industriemaschinen und -systeme mit einem mechanischen, manuell zu bedienenden Not-Aus-Schalter auszurüsten sind. Für andere Arten von System sind vergleichbare mechanische Schalter bereitzustellen, um einen sicheren Systembetrieb zu gewährleisten.
- Betätigen Sie Touchpanel-Schalter nicht zur Steuerung von Operationen in Verbindung mit der Maschinensicherheit. Not-Aus-Schalter und vergleichbare Vorrichtungen müssen in Form von separaten Hardwareschaltern installiert werden.
Achten Sie bei der Konzeption Ihres Systems darauf, dass eine Unterbrechung der Kommunikation zwischen dem Anzeigegerät und der Hoststeuerung keine Betriebsstörung von Komponenten zur Folge haben kann. Dadurch lässt sich das Risiko von Körperverletzungen und Geräteschäden vermeiden.
- Verwenden Sie das Anzeigegerät nicht als Warnvorrichtung für kritische Alarme, die schwerwiegende Körperverletzungen, Geräteschäden oder einen Stopp des Systembetriebs auslösen können. Anzeigen für kritische Alarme und die entsprechenden Steuer-/Aktivierungskomponenten müssen als unabhängige Hardware und mechanische Sperren installiert werden.
- Verwenden Sie Anzeigegeräte nicht in Verbindung mit Geräten zur Flugzeugsteuerung, Geräten der Luft- und Raumfahrt, zentralen (Kommunikations-) Geräten zur Massendatenübertragung, Geräten zur Kernerergiekontrolle oder medizinischen Lebenserhaltungssystemen, da für Geräte und Systeme dieser Art ein extrem hohes Sicherheits- und Zuverlässigkeitsniveau erforderlich ist. Setzen Sie die Plattform keinesfalls zu diesen Zwecken ein.
- Wenn die Hintergrundbeleuchtung des Anzeigegeräts durchbrennt, ist das Touchpanel nach wie vor aktiv. Diese Situation ist nicht mit dem Standby-Modus des Anzeigegeräts zu vergleichen. Wenn der Bediener nicht erkennt, dass die Hintergrundbeleuchtung durchgebrannt ist, und das Touchpanel berührt, kann das einen potenziell gefährlichen Maschinenbetrieb auslösen. Aus diesem Grund dürfen keine Touchpanel-Schalter erstellt werden, die Körperverletzungen und/oder Geräteschäden verursachen können.
Halten Sie sich bei ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung des Anzeigegeräts an die nachstehenden Hinweise, um festzustellen, ob die Hintergrundbeleuchtung durchgebrannt ist: (1) Wenn der Bildschirm schwarz wird, obwohl das Anzeigegerät nicht für eine Aktivierung des Standby-Modus konfiguriert wurde, ist die Hintergrundbeleuchtung durchgebrannt. (2) Wenn der Bildschirm schwarz wird und das Anzeigegerät für eine Aktivierung des Standby-Modus konfiguriert wurde, berühren Sie den Bildschirm oder führen Sie einen anderen Eingabevorgang durch. Wird der Bildschirm daraufhin nicht wieder angezeigt, dann ist die Hintergrundbeleuchtung durchgebrannt.
- Achten Sie bei der Konzeption Ihres Steuerungssystem darauf, dass bei einem Spannungsausfall oder einer Störung des Anzeigegeräts die globale Sicherheitsintegrität des Benutzersystems aufrecht erhalten bleibt. Ist das nicht der Fall, können falsche Ausgangssignale oder Funktionsstörungen des Anzeigegeräts zu Unfällen führen.
(1) Not-Aus-Vorrichtungen, Sicherheitsschaltungen und Sperren, die über entgegengesetzte Aktionen betätigt werden, wie z. B. eine Drehung im oder gegen den Uhrzeigersinn, sowie Sperren, die eine Beschädigung der Maschine durch Ober-/Untergrenzen, Bewegungs- und andere Begrenzungen verhindern, müssen außerhalb des Anzeigegeräts eingerichtet werden. (2) Wenn das Anzeigegerät während der Ausführung eines Logikprogramms einen Watchdog-Timeout-Fehler ausgibt, wird das Logikprogramm angehalten. Wenn zudem Fehler in Bereichen zur Ein-/Ausgangssteuerung auftreten, die vom Anzeigegerät nicht erfasst werden können, kann es zu unerwarteten Operationen kommen. Aus diesem Grund ist zur Vermeidung von die Sicherheit gefährdenden Maschinenbewegungen eine Fail-Safe-Schaltung einzurichten, die sich vollständig außerhalb des Anzeigegeräts befindet. Informationen zu Fail-Safe-Schaltungen finden Sie im Hardwarehandbuch unter den „Sicherheitshinweisen zur Installation“. (3) Wenn Probleme mit dem Relais oder Transistor eines externen Geräts auftreten, die das Halten eines Ausgangs (einer Spule) im EIN- oder AUS-Zustand bewirken, kann das einen schwerwiegenden Unfall zur Folge haben. Um das zu vermeiden, müssen externe Watchdog-Schaltungen zur Überwachung kritischer Ausgangssignale eingerichtet werden.
- Richten Sie eine Schaltung ein, die E/A des Anzeigegeräts vor dem Hochfahren des Anzeigegeräts mit Spannung versorgt. Wenn das Anzeigegerät-Programm in den RUN-Modus übergeht, bevor das E/A-Modul eingeschaltet ist, können falsche Ausgänge (Ausgangssignale) oder Funktionsstörungen Unfälle verursachen.
- Entwerfen Sie ein Logikprogramm mit Sperrschaltungen, die Sicherheit des Systems bei einem Anzeige- oder Steuerungsfehler, einer Störung der Datenübertragung oder einem Spannungsausfall zwischen dem Anzeigegerät und den verbundenen Komponenten gewährleisten. Ist das nicht der Fall, können falsche Ausgangssignale oder Funktionsstörungen des Anzeigegeräts zu Unfällen führen.
- Lesen Sie sich das Handbuch des Anzeigegeräts sorgfältig durch, bevor Sie Änderungen am Programm vornehmen, Forcierungen aktivieren oder einen RUN-, STOP- und PAUSE-Befehl verwenden. Bedienungsfehler können Unfälle oder eine Beschädigung der Anlage zur Folge haben.
Eine Missachtung dieser Anweisungen kann zu Tod, schwerwiegenden Verletzungen oder Geräteschäden führen. |